Wohn-Riester: Schneller mietfrei in die eigenen vier Wände

Ein Eigenheim oder eine eigene Wohnung erhöht den Lebensstandard und sichert ein finanziell sorgenfreies Leben im Alter. Wichtig ist jedoch, dass die Immobilie beim Eintritt in den Ruhestand abbezahlt ist und man auch wirklich mietfrei und ohne weitere Belastungen wohnen kann.

Auch seniorengerechter Umbau wird gefördert

Ein Weg, Baukredite schneller abzutragen, ist das sogenannte Wohn-Riester. Dabei handelt es sich um eine staatliche Unterstützung beim Bau oder Kauf der eigenen vier Wände – vorausgesetzt, man nutzt sie selbst. Auch zum barrierefreien Umbau für ein seniorengerechtes Wohnen kann die Riester-Förderung genutzt werden.

Durch staatliche Zuschüsse und Steuererleichterungen verkürzt sich beim Wohn-Riester die Laufzeit des Darlehens. Außerdem wird weniger Eigenkapital benötigt. Neben normalen Darlehen wird zum Beispiel auch das Bausparen riestergefördert (hier weitere Infos dazu).

Grundlage ist das Eigenheimrentengesetz, das die staatliche Förderung von mietfreiem Wohnen im Alter als Teil der privaten Vorsorge regelt. Riesterleistungen kann jeder erhalten, der Beiträge in die gesetzliche Rentenkasse zahlt, also hauptsächlich Angestellte. Unter bestimmten Voraussetzungen sind aber auch andere Personengruppen förderberechtigt, etwa Eltern in der Erziehungszeit, Soldaten oder Bezieher von Arbeitslosengeld. Am besten lässt man sich hier von seiner Bank beraten.

Beim Riestern gibt es keine Einkommensgrenzen

Einkommensgrenzen gibt es beim Wohn-Riester nicht. Stattdessen kommt es bei der Höhe der Förderung auf den Familienstand an. Singles erhalten als Grundzulage 154 Euro im Jahr, Ehepaare das Doppelte, also 308 Euro (Die volle Grundzulage erhält man nur bei maximaler Besparung der Riesterverträge). Hinzu kommt eine Kinderzulage von 185 Euro pro Kind. Für Kinder, die ab 2008 geboren wurden, liegt die Zulage bei 300 Euro. Wer als Berufseinsteiger unter 25 Jahren Wohn-Riester nutzt, erhält darüber hinaus einmalig eine erhöhte Grundzulage von 200 Euro.

Hinzu kommen Steuervorteile. So sind Tilgungszahlungen des Darlehens (nicht aber Zinsen) bis zu einer Grenze von 2.100 Euro steuerlich absetzbar. Ein Teil davon muss allerdings im Alter nachversteuert werden. Und: Die erwähnten Zulagen werden mit der Steuerersparnis verrechnet. Deshalb lässt sich grundsätzlich sagen, dass gutverdienende Singles ohne Kinder eher von den Steuererleichterungen profitieren, während kinderreiche Familien mit den Zulagen besser fahren. Auch hier lohnt sich ein vertiefendes Infogespräch mit einem Bank- oder Steuerexperten.

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