Heute schon für Später vorsorgen

finanzen-pflegeversicherungIn Deutschland wird es in den nächsten Jahren immer mehr ältere Menschen geben die auf Pflege angewiesen sind. Bis 2050 werden 4,7 Millionen Pflegebedürftige prognostiziert. Der drohende Pflegenotstand wird durch den Rückgang der Bevölkerung noch verschärft. Bei geschätzten 69 Millionen Bundesbürgern wäre 2050 jeder 15. Bundesbürger ein Pflegefall.

Für die Pflege gibt es nicht nur in der Zukunft große Herausforderungen. Schon heute können sich viele Rentner, die ihr Leben lang gearbeitet haben, ein Pflegeheim nicht leisten.

Der Pflege Bahr

Seit Anfang 2013 steht der Pflege Bahr als Möglichkeit für eine gesetzliche Absicherung im Pflegefall zur Verfügung. Eine private Pflegerente wird beim Pflege Bahr durch einen staatlichen Zuschuss von 60 Euro jährlich gefördert. Hier können Sie zum Beispiel mal Pflege Bahr Tarife vergleichen oder die Pflege Bahr Versicherung berechnen.

Je früher mit den Einzahlungen begonnen wird, umso günstiger sind die Tarife.

Für wen lohnt sich der Pflege Bahr?

Besonders Versicherte mit Vorerkrankungen, die von anderen Versicherungen angenommen werden, können den Pflege Bahr nutzen. Junge Versicherte sparen beim Pflege Bahr mit einem besonders günstigen Betrag von 10 Euro. Neukunden im Alter von 45 Jahren zahlen monatlich 55 Euro. Zehn Jahre später kostet die Versicherung monatlich bereits 85 Euro.

Die Kosten heute

Ein Platz im Pflegeheim kostet im Durchschnitt 3400 Euro im Monat. Die Kosten werden zum einen Teil durch die Rente des Pflegbedürftigen und die Pflegestufe finanziert. In der Pflegestufe 1 beträgt der Zuschuss 1023 Euro, in der Pflegestufe 2 beträgt der Zuschuss 1279 Euro und in der Pflegestufe 3 beträgt der Zuschuss 1550 Euro. Deckt der Betrag die Kosten für das Pflegeheim nicht, dann werden Ersparnisse und Immobilienbesitz herangezogen.

Ehepartner und Kinder sind haftbar

Angehörige müssen zahlen. Jedes Vermögen, das den Selbstbehalt überschreitet, kann zur Finanzierung der Pflegeheimkosten herangezogen werden. Vom Gehalt dürfen Kosten für die Krankenversicherung, Unterhalt und Kredite abgezogen werden. Danach steht Singles ein Selbstbehalt von 1500 Euro und Verheirateten ein Betrag von 2700 Euro zur Verfügung. Was danach noch übrig bleibt, von diesem Betrag müssen Kinder und deren Ehepartner maximal 50 Prozent zur Deckung der Pflegekosten zur Verfügung stellen. Enkel müssen nicht zahlen. Reicht der Betrag immer noch nicht aus, dann muss das Sozialamt die Kosten übernehmen.

Schon heute zusätzlich vorsorgen

Die gesetzliche Pflegeversicherung soll die Kosten für die Pflege abdecken. Die gesetzliche Absicherung im Pflegfall ist nicht ausreichend. In der häuslichen und in der stationären Pflege übernimmt die gesetzliche Versicherung Kosten in Höhe von:

-Pflegestufe 0: nur bei Demenz: 120 Euro
-Pflegestufe 1: 235 Euro (bei Demenz 305 Euro)
-Pflegestufe 2: 440 Euro (bei Demenz 525 Euro)
-Pflegestufe 3: 700 Euro

Für Pflegesachleistungen durch Pflegedienste werden in:

-Pflegestufe 0 bei Demenz 225 Euro
-Pflegestufe 1: 450 Euro (bei Demenz 665 Euro)
-Pflegestufe 2: 1100 Euro ( bei Demenz 1250 Euro)
-Pflegestufe 3: 1550 Euro

gezahlt. Privat vorzusorgen, um die Angehörigen später nicht zu belasten oder überhaupt Pflege beanspruchen zu können, ist wichtiger denn je.

Bild von miez! via flickr.com

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