Ist ein privates Rentensystem denkbar?

In der Bundesrepublik Deutschland geht die Unsicherheit um. Müssen etwa verschuldete europäische Staaten mit Mitteln des Bundeshaushaltes gestützt werden? Sind diese Gelder für immer verloren? Es verwundert nicht, dass sich viele Menschen darüber Gedanken machen, sind es doch ihre staatlich versprochenen Zuschüsse wie beispielsweise die Rente, die dabei auf dem Spiel stehen. Ohnehin ist in Zeiten der privaten Rentenversicherung wie durch eine Riester Rente die Möglichkeit längst gegeben, auf privater Ebene eine angemessene Rente zu erhalten. Wird das Sozialkassensystem dann überhaupt noch benötigt? Zugegeben, die Riester Förderung ist noch sehr jung, doch immer mehr Arbeitstätige schließen einen Vertrag für eine Riester Rente ab. Von früheren Zahlen, die erst ein Jahrzehnt alt sind, hat sich die Zahl der abgeschlossenen Verträge bis heute verfünfzehnfacht, von ursprünglich einer Million auf heute 15 Millionen.

Die Riester Förderung geht auf Pläne des ehemaligen Bundesarbeitsministers Walter Riester zurück, der während seiner Amtszeit auf eine Teilprivatisierung der Sozialsysteme setzte. Zweifelhaft ist, ob dieser Trend weiterhin anhalten wird. Im Falle einer Überschuldung der Bundesrepublik Deutschland wäre jedenfalls wohl nicht ausgeschlossen, dass auch die Sozialkassen als Rücklagen dienen müssen. Ausfallende Rentenerhöhungen und weitere finanzielle Rückschläge für den Bürger wären die Folge.
Insofern ist es vielleicht gar nicht schlecht, wenn sich ein Umdenken in der Bevölkerung einstellt und vermehrt private Versicherungen abgeschlossen werden, sodass der Staat keine Rücksicht auf die sozialen Aspekte nehmen muss. Allerdings kann man sich ein Rentensystem, das lediglich auf privaten Förderungen wie dem der Riester Förderung besteht, nur schwer bis gar nicht vorstellen, denn so bleiben Erwerbslose völlig außer Acht, was nicht im Sinne der Staatszielbestimmung Sozialstaat ist.

Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie auf dem Wegweiser für Finanzen.

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