Gibt es bei Direktversicherungen wirklich keine Vertriebskosten?

Die Direktversicherung ist eine Form der betrieblichen Altersvorsorge. Sie wird vom Arbeitgeber ausgewählt und für den Arbeitnehmer abgeschlossen. Dabei kann sich der Arbeitgeber für eine klassische oder eine fondsgebundene Direktversicherung entscheiden.
Die regelmäßigen Beiträge zu den Direktversicherungen können entweder allein vom Arbeitnehmer oder teilweise vom Arbeitgeber getragen werden. In diesem Zusammenhang stellt sich vielen Personen die Frage, ob beim Abschluss einer Direktversicherung Vertriebskosten anfallen oder ob eine Provision für den Vertrieb zu zahlen ist. Diese Frage kann nicht allgemeingültig beantwortet werden. Hierfür sind die Versicherungsbedingungen und die Modalitäten der Zahlung maßgebend.

Direktversicherung – Abschluss- und Verwaltungskosten

Vor der Entscheidung für eine Direktversicherung ist es sehr wichtig, dass die Konditionen verschiedener Versicherungsgesellschaften miteinander verglichen werden. Da der Arbeitnehmer in diesem Falle kein direktes Mitspracherecht hat, obliegt die Auswahl einer geeigneten Versicherungsgesellschaft und die Auswahl eines geeigneten Tarifes dem Arbeitgeber. Die meisten Versicherungsgesellschaften verlangen eine Provision für den Vertrieb, die unterschiedlich hoch ausfallen kann. Es gibt aber auch einige Versicherungsgesellschaften, die gänzlich auf die Vertriebskosten verzichten. Fallen Vertriebskosten oder Abschluss- und Verwaltungsgebühren für Direktversicherungen an, können diese Gebühren schnell einen Betrag erreichen, der im drei- oder vierstelligen Eurobereich liegt. Für die genaue Berechnung ist die gesame Beitragssumme maßgebend, die im Laufe der Jahre in die Direktversicherung eingezahlt werden soll. Grundsätzlich können die möglichen Kosten für eine Direktversicherung in zwei Bereiche unterteilt werden. Dabei handelt es sich um Die Abschlusskosten, die der Versicherer berechnet und die Vermittlungsgebühr. Beides fällt einmalig an, muss aber nicht gesondert und direkt bei Abschluss eines Versicherungsvertrages gezahlt werden.

Direktversicherungen – Provision für den Vertrieb

Sofern Provisionen für den Vertrieb anfallen, kann davon ausgegangen werden, dass diese Provisionen etwa 2,5 bis 7,5% der gesamten Beitragssumme betragen. Diese Kosten sind innerhalb von 5 Jahren zu zahlen. Maßgebend für den Zahlungsbeginn ist der Abschluss des Versicherungsvertrages und der Beginn der monatlichen Zahlungen. In die Beiträge werden eventuelle Abschluss- und Verwaltungskosten anteilig eingerechnet.

Für den versicherten Arbeitnehmer fallen immer dann keine Kosten an, wenn sich der Arbeitgeber bereiterklärt, einen Teil der Beiträge zur Direktversicherung zu übernehmen sowie für die Abschluss- und Verwaltungskosten vollständig aufzukommen.

Wer die Beiträge zur Direktversicherung allein tragen muss, ohne dass sich der Arbeitgeber an den Kosten beteiligt, muss auch damit rechnen, dass er für die Provisionen, die im Zusammenhang mit dem Versicherungsabschluss fällig werden, aufkommen muss.

Vorteile der betrieblichen Altersvorsorge

Die betriebliche Altersvorsorge bietet den Vorteil, zusätzliche Rentenansprüche zur gesetzlichen Rente aufzubauen. Die Beiträge werden direkt vom Brottolohn abgezogen und müssen nicht extra gezahlt werden. So kann der bürokratische Aufwand deutlich reduziert werden. Wechselt der Arbeitnehmer das Unternehmen, kann er die erworbenen Ansprüche für eine betriebliche Altersvorsorge in der Regel problemlos übertragen.

Bild Copyright: Image by StockUnlimited

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.